21.04.2026 | Das auf Wunsch des TSV Neuhütten vorverlegte und einverständlich am Mittwoch in Seifriedsburg ausgetragene „Auswärts“-Spiel ging verdient mit 0:4 verloren, auch der Höhe nach. Unsere Erste hatte diesmal in keinem Augenblick der Partie eine Gewinnchance, ja nicht einmal die Chance auf einen Punkt.

Es hätte gegen die mehrheitlich im höheren Fußballeralter befindlichen Spessarter sogar noch schlimmer kommen können, wenn die über die ganze Spieldauer Ernst gemacht hätten. Sie waren mannschaftstaktisch hervorragend eingestellt, traten über die vollen 90 Minuten überlegen auf. Zu oft waren sie einen Schritt schneller. Auf den Punkt gebracht: Sie hatten von der ersten Minute bis zur Neunzigsten alles im Griff.  

Dass es 21 Minuten dauerte, bis ihr erster Treffer, ein FVGS-Eigentor, fiel, war eher dem Glück der Unsrigen zu verdanken. Denn bis dahin hatten sich die Gäste bereits 4 dicke Tormöglichkeiten erspielt, die sie allerdings ausließen. Wir dagegen kamen bis dahin nicht auf eine einzige torgefährliche Aktion. Auch nach dem 1:0 waren die Auswärtigen weiter spielüberlegen, kombinierten allerdings nicht mehr so effektiv wie zuvor. Der zweite Treffer gelang ihnen daher erst unmittelbar vor der Pause (44. Min.), mittels abgefälschtem Schuss aus etwa 16 m. Die erste echte FVGS-Kombination mit Abschluss war in der 38. Min. (!) zu sehen. Mittelfeld-Akteur Moritz Strohmenger kam da zu einem Kopfball Richtung Gäste-Tor. Es blieb die einzige torgefährliche FVGS-Angriffsaktion vor dem Pausenpfiff. 

In der 2. Halbzeit machten die Männer aus dem Spessart so weiter, wie sie vor der Pause aufgehört hatten. Die Offensive suchend. Mit Erfolg bereits in der 50. Min.. Da gelang der dritte Treffer. Nach Abstauber. Danach nahmen die Gäste sich zurück, schalteten in den „Verwaltungs“- Modus. Daraufhin war ab Mitte der 2. Halbzeit von der gegnerischen Trainerbank nicht nur einmal zu hören: „Wieder mehr spielen.“ Obwohl diese Anweisung eher leidlich befolgt wurde, war die gegnerische Elf weiterhin jederzeit Herr der Lage, gab unseren Männern keinerlei Möglichkeit, offensiv irgendwelche Akzente zu setzen. Es dauerte bis zur 68. Min., bis die erste längere FVGS-Ballstafette zustande kam. Eine torgefährliche Angriffsaktion gab es bis zum Abpfiff nicht. Abgerundet wurde der Auftritt der Auswärtigen durch ihren vierten Treffer in der 86. Min.. Anschließend trudelte die Partie aus.   

Fazit: 

  • Der Mittwoch war ein absolut gebrauchter Tag. Ausgenommen die Position des Torwarts war unsere Erste dem Gegner in allen Mannschaftsteilen unterlegen. Wenn der Ernst machte, lief man in Mittelfeld und Abwehr hinterher. Man kam das ganze Match über nicht richtig in die Zweikämpfe, schaffte es nicht, die Kombinationen der Gäste dauerhaft zu unterbinden. Das Verschieben klappte ebenso wenig. Auch nach vorne ging nix. Da schadete das ungenaue Passspiel.   
  • Zum Trost lässt sich anführen: Man spielte gegen das derzeit sicher stärkste Kollektiv der Klasse, das nach der Winterpause in 9 Spielen 9-mal Sieger war, an „alte Klasse“ anknüpft (Im wievielten Frühling sind die Männer aus dem Spessart eigentlich?), in einem Flow ist. 
  • Was auffällt: Gegen die Drei, die in dieser Saison um die Meisterschaft spielen, hat unsere Erste bislang noch keinen Punkt geholt. Von deren Leistungsvermögen ist man derzeit ein gutes Stück entfernt.