11.03.2026 | Ein glückliches 0:0-Unentschieden erreichte Unsere Erste am Freitagabend unter Flutlicht auf dem Kunstrasenplatz in Frammersbach gegen die dortige „Zwodde“.
Da sich Spielertrainer und Stoßstürmer Tim Strohmenger am Spieltag zuvor bei einem Kopfballduell die Nase gebrochen hatte und nicht spielfähig war, zudem weitere Akteure verletzungs- oder krankheitsbedingt fehlten, traten die Unsrigen mit dem „letzten Aufgebot“ an. Dies schlug sich sehr wacker, zeigte über die gesamte Spielzeit großen Kampfgeist und Einsatzwillen und machte den im Kombinationsspiel besser aufgestellten Gastgebern das Leben schwer. Gut, nach vorne ging nicht sonderlich viel. Ganze 4 wirklich gefährliche FVGS-Aktionen gab es während des gesamten Spiels. Dafür arbeitete die Defensive über 90 Minuten zuverlässig, insbesondere die letzte Abwehrreihe, aus der immer wieder einer seinen Fuß oder Kopf dazwischen brachte, wenn die Hausherren nicht über oder neben das Tor abschlossen.
Für die Spieler waren die Temperaturen am Freitag sicher zu niedrig, für die Zuschauenden aber durchaus erträglich. Der Platz war top ausgeleuchtet.
Die Mannschaften gingen jederzeit fair miteinander um. Der Unparteiische, mit dessen Entscheidungen wir in vergangenen Spielen durchaus nicht immer einverstanden waren, zeigte eine tadellose Leistung. Nicht einmal gab es etwas zu kritisieren. Er leitete ruhig, souverän, hatte alles im Griff.
Tore insgesamt Fehlanzeige
Nach einer 15-minütigen Abtastphase übernahmen die Einheimischen bis Spielende das Kommando auf dem Platz. Unsere Männer waren deswegen fast gänzlich reaktiv unterwegs. Sie störten den gegnerischen Spielaufbau, versuchten, zumeist jedoch vergeblich, selbst in die Offensive zu kommen. In der 1. Halbzeit hatten wir drei echte Torgelegenheiten, die erste bereits in der 1. Minute, als Angreifer Tim Hofbauer von halbrechts aus gut 18 m scharf flach abzog, sein Ball jedoch knapp links am Kasten vorbeistrich. In der 31. Min. kam Tim im Strafraum rechts erneut zum Abschluss. Der TuS-Torwart, nächste Saison Goalie im FVGS-Kasten, konnte allerdings zur Ecke lenken. Unsere letzte gefährliche Aktion vor der Pause hatte in der 37. Min. der mittlerweile eingewechselte Mittelfeld-Akteur Adrian Gashi, als er von rechts aus etwa 16 m scharf flach abzog. Der Torhüter parierte die aufs Eck gezogene Kugel im Nachfassen. Trotz mehr Spielkontrolle hatten die Gastgeber bis zur Pause auch nicht viel mehr gefährliche Toraktionen als unsere Männer.
In der 2. Halbzeit gab es dann nur noch eine echte Möglichkeit für unsere Farben. Ein von links kommender „verunglückter“ Flankenball von Angreifer Artur Jurkin wurde lang und länger, streifte schließlich die Querlatte. Die Hausherren dagegen waren jetzt im Fünf-Minuten-Takt gefährlich vor unserem Tor, hatten bis Spielende bestimmt 10 Abschlüsse. Im Strafraum, mit Fernschüssen. Sie agierten aber - aus FVGS-Sicht gottseidank - unglücklich, ließen die Präzision im Abschluss vermissen. Weder aus dem Spiel heraus noch nach zahlreichen Standards (Ecken und Freistöße) gelang ein Torerfolg. Die Abschlüsse gingen zumeist drüber oder daneben. War dann doch mal ein präziser Ball in Richtung FVGS-Tor unterwegs, waren am Ende ein Abwehrbein oder -kopf oder Goalie Marcel Jamil im Weg.
Dem Spielverlauf nach, auch nach der Anzahl der Torannäherungen wäre ein Hausherren-Sieg sicher verdient gewesen. Entsprechend der Fußballer-Weisheit „Wer den Ball nicht wenigstens einmal im gegnerischen Tor unterbringt, kann nicht gewinnen“ blieb es am Ende beim Unentschieden.
Fazit:
Natürlich. Das 0:0 kam glücklich zustande. Angesichts ihrer Abschlussschwäche könnte man sagen unter gütiger „Mit-Hilfe“ der Frammersbacher. Trotzdem: Verdient hat sich unsere ersatzgeschwächte Elf den Punktgewinn allemal: Durch Kampf und Einsatz. Über eine geschlossene Mannschaftsleistung.
Stark, Jungs. Den Widrigkeiten getrotzt.
Chapeau!



