15.09.2026 | In einem eher mäßigen Spiel mit wenig Speed besiegte Unsere Erste am Sonntag den Tabellenletzten TSV Homburg absolut verdient mit 3:1. Für den Sieg genügte eine Durchschnittsleistung, da die Gastgeber allenfalls in den 10 Minuten vor dem Abpfiff Kreisliga-Niveau erreichten.

In der Zeit davor waren sie komplett unterlegen, überhaupt nur ein einziges Mal (!) wirklich torgefährlich, in der 65. Min.. FVGS-Goalie Sebastian Popp war da das erste Mal in seinem Kerngeschäft als Tore- Verhinderer gefordert.

Neben den 3 Treffern hatten die Unsrigen in den ersten 45 Minuten noch einen Pfostenschuss, im 2. Abschnitt einen Querlatten-Streifer, darüber hinaus in beiden Hälften weitere Hochkaräter. In der 19. Min. vergab man zudem einen Elfmeter.

Die Hausherren, infolge zahlreicher Spielerabgänge vor den beiden letzten Runden „ausgeblutet“, spielten erst in den letzten 10 Minuten nach vorne. Bis dahin hatten unsere Männer das nicht zugelassen, die Homburger genug damit zu tun, FVGS-Treffer zu verhindern.  

Obwohl es in der 1. Halbzeit mal kurzzeitig regnete, war das Wetter für Fußballer OK, am Ende vielleicht sogar etwas zu schwül. Nicht OK war allerdings der Rasen. Der war supertrocken, bei kritischer Betrachtung eigentlich kein Rasen mehr. Dies hatte zur Folge, dass der Ball immer wieder nicht vorhersehbar versprang, was Annahme und Passspiel für alle Akteure erschwerte.

Beide Mannschaften gingen durchgängig fair miteinander um. Das erleichterte dem erfahrenen Unparteiischen seine Aufgabe. Er war jederzeit Herr der Lage.

2:0 zur Pause

Von Anfang an bestimmt unsere Elf die Partie. So hat Angreifer Tim Hofbauer schon in der 2., Kreativ-Akteur Artur Jurkin in der 3. und 15. Min. torgefährliche Abschlüsse. In der 19. Min. pfeift der Schiedsrichter zu Recht Elfmeter. Käpt´n Freddy Lippert wurde zuvor in der Nähe des langen Pfostens nach einem Standard von hinten umgestoßen. Die von Artur flach und platziert aufs linke Eck gezogene Kugel lenkt der insgesamt starke einheimische Goalie an den Pfosten. Von dort springt sie ins Feld zurück. Ein kontrollierter Nachschuss gelingt nicht.

In der 26. Min. dann das 1:0. Angreifer Jan-Mauries (Jammo) Caballero wird zentral geschickt. Beide Innenverteidiger, bereits im vorgerückten Fußballer-Alter und nicht mehr so schnell, stehen zu weit von ihm weg. Er kommt daher vor sie, kann sich absetzen und netzt, da in mittiger Position, aus etwa 8 m mit rechts flach ein. Beim 2:0 in der 32. Min. schnürt Jammo Caballero dann seinen ersten FVGS-Doppelpack. Nach einem Standard bringt die Abwehr der Gastgeber das Leder nicht aus dem Sechzehner. Den ersten Schuss von Jammo wehrt der Goalie noch ab. Ein Nachschuss wird von einem Verteidiger von der Linie geschlagen. Dies erfolgt jedoch unkontrolliert mit der Folge, dass Jammo noch einmal an den Ball kommt. Da links im Strafraum und mit dem Rücken zum Tor, nimmt er die Kugel mit rechts noch in der Luft und befördert sie volley per Drehschuss aus etwa 8 m diagonal flach ins lange Eck. Ein tolles Tor.

In der 36. und 39. Min. hat Tim weitere gute Abschlüsse.

Und in der 45. Min. (!) bringen die Hausherren das Leder dann das erste Mal, jedoch ungefährlich, hinter den FVGS-Kasten.

Endstand 3:1

Auch nach Wiederanpfiff ist von den Einheimischen offensiv zunächst nichts zu sehen. Unsere Mannschaft dagegen hat durch Jammo in der 46. , 55. sowie 58. und Artur in der 48. Min. weitere Torgelegenheiten. In der 58. und 77. Min. hat dann Außenbahn-Akteur Jan Vogt jeweils Hochkaräter.

Völlig überraschend kommen die Homburger dazwischen in der 65. Min. zu ihrer ersten gefährlichen Tormöglichkeit. Der Ball landet da am FVGS-Pfosten.

In der 85. Min. eine schöne FVGS-Kombination über mehrere Stationen, die Tim mit einem Querlatten-Streifer abschließt.

Ansonsten agieren unsere Leute in der Crunchtime aber urplötzlich eher pomadig. Das ermutigt die Gastgeber. Sie trauen sich ab da offensiv etwas. Nach Standard kommen sie so in der 89. Min. durch Kopfball zum Gegentreffer. FVGS-Torwart und -Abwehr sehen dabei nicht gut aus. Den Schlusspunkt zum 3:1 setzt dann Jan Vogt in der 90 + 1. Min.. Auf Zuspiel von Tim dringt er links unbedrängt in den Strafraum ein und zieht aus etwa 8 m flach ab. Seinen Ball kann der TSV-Torsteher zunächst abwehren, dies aber nur nach vorne. Nach Durcheinander in der Abwehr kommt die Kugel schließlich erneut zu Jan, der in der zweiten Aktion, da links im Fünfmeter-Raum, mit rechts flach einschießt. Das war´s.   

Fazit:

  • Am Sonntag zeigte unsere in der Schlussphase etwas neben sich stehende Erste sicher nicht ihre beste Saisonleistung. Die genügte allerdings, um gegen den TSV Homburg einen jederzeit ungefährdeten Dreier einzufahren.
  • Angesichts des Spielverlaufs und der zahlreichen weiteren Tormöglichkeiten ging man letztlich sogar „gnädig“ mit den Hausherren um.
  • Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass die oben beschriebenen Platzverhältnisse ein flüssiges Offensivspiel schwer machten und vor allem für unser offensiv agierendes Team ein Nachteil waren.