08.09.2026 | Mit 1:3 (0:3) verlor Unsere Erste am Sonntag in Wiesthal gegen den TSV Neuhütten-Wiesthal, ging im siebten Saisonspiel das erste Mal als Verlierer vom Platz. Und das völlig verdient. Die Niederlage hätte sogar noch höher ausfallen können, hätten die Gastgeber sämtliche Top-Torchancen der 1. Halbzeit genutzt.

Solange die mit allen Routiniers angetretene Heimelf da ernst machte, waren unsere Männer sichtbar unterlegen. Sie kamen überhaupt erst ins Spiel, als die Hausherren beim Stand von 3:0 nach der Pause in den Verwaltungsmodus umschalteten. Richtig gefährliche FVGS-Torannäherungen gab es schließlich sogar erst, als drei TSV-Schlüsselspieler, sämtlich gut jenseits der 30, ausgewechselt waren, und beide Seiten Mitte der 2. Halbzeit nur noch mit zehn Mann auf dem Feld standen. Ab da erzielten unsere Leute ein Abseitstor (76. Minute) und kurz vor Schluss den Ehrentreffer.

Trainer Sven Kaiser versuchte vor dem Pausenpfiff wiederholt lautstark, von außen auf seine Spieler einzuwirken, sie vor allem zu einer aktiveren Defensivarbeit zu bekommen. Das gelang jedoch nicht. Die Unsrigen agierten da zu passiv, waren durchgängig  im Reaktions-Modus unterwegs. Sie wirkten von Spielbeginn an nicht wach, waren vielfach zu weit weg von den Gegenspielern. Bedingt dadurch kam man (zu) oft nicht oder zu spät in den Zweikampf mit der Folge, dass die Neuhüttener in der FVGS-Hälfte munter kombinieren konnten, es zudem in der 44. Min. eine gelb-rote Karte gab, der zweiten in dieser Runde während der ersten 45 Minuten.

Die insgesamt gut organisierten Einheimischen waren ab der 1. Minute hellwach, traten bis zur Pause spielstark und abschlussentschlossen auf. Den fein herausgespielten Toren 1 und 2 gingen präzise letzte Pässe voraus. Defensiv ließ der TSV in dieser Zeit so gut wie nichts zu.    

Gestern war es zum Fußballspielen zu warm. Dafür war der Rasen trotz des in diesem Jahr besonders trockenen Sommers in Top-Zustand, so gut wie kein anderes Grün, auf dem unser Team seit Saisonbeginn gespielt hat. 

Der sehr erfahrene Unparteiische, sicher bereits Ruheständler, hatte das Spiel jederzeit im Griff. Wie in etlichen früheren Partien mit seiner Beteiligung ahndete er Foulspiel konsequent. Beide Mannschaften waren bei Abpfiff nur noch zu zehnt, obwohl man bei allem körperlichem Einsatz letztlich nicht unfair miteinander umgegangen war.

Gleichwertig erst ab der 74. Min.

In der 1. Hälfte hat unsere Elf ganze zwei (!) Torannäherungen. Bei der zweiten kommt Angreifer Tim Hofbauer zum Schuss. Die Neuhüttener dagegen haben bereits in der 4., 6., 8. und zweimal in der 14. Min. brandgefährliche Abschlüsse. Beim Freistoß in der 14. Min. trifft der Schütze den Pfosten. In der 21. Min. fällt dann das 0:1, ein Flachschuss von rechts ins lange Eck. Auch danach halten die Gastgeber das Tempo hoch, haben das Spiel im Griff. Das 0:2  fällt trotzdem erst in der 40. Min.. Ihr Torjäger wird da rechts im Strafraum mustergültig freigespielt. In der 44. Min. erhält der linke Verteidiger der FVGS-Dreier-Abwehr Marius Fella nach Foulspiel von hinten in der Nähe der Seitenlinie die gelb-rote Karte. Den sich daraus ergebenden numerischen Vorteil nutzt die Heimelf durch ihren Torjäger noch vor dem Pausenpfiff (45 + 1. Min.) zum 0:3. Dies ist schon die Entscheidung.

In der 2. Hälfte plätschert das Match zunächst so dahin. Die Hausherren, taktisch ab Wiederanpfiff im Verwaltungsmodus, lassen es jetzt ruhig angehen. Sie spielen gewollt deutlich langsamer als zuvor. Das genügt aber, um zehn FVGS-ler in Schach zu halten. Erst nach der Auswechslung gegnerischer Schlüsselspieler und ab der gelb-roten Karte gegen den defensiven TSV-Sechser in der 74. Min. sind unsere Männer dann endlich auf Augenhöhe. Sie tauchen jetzt mehrfach gefährlich vor dem gegnerischen Kasten auf, kommen zu Abschlüssen. Zunächst der eingewechselte Mittelfeld-Akteur Damian Blam, dann in dieser Reihenfolge der eingewechselte Angreifer Jan-Mauries Caballero, (inzwischen) Mittelfeld-Akteur Tim Hofbauer zweimal per Freistoß und Außenbahnspieler Jan Vogt. In der 88. Min. der Ehrentreffer. Der eingewechselte Angreifer Tobias Stich drückt den Ball nach Ecke aus kürzester Entfernung zum 1:3 über die Linie. Die letzte Torgelegenheit des Spiels hat Käpt’n Freddy Lippert.

Im 2. Abschnitt haben unsere Männer insgesamt sogar mehr Abschlüsse als die Einheimischen.

Fazit:

  • Nur Torwart Sebastian Popp - er hielt, was zu halten war - und (zu) wenige Feldspieler erreichten gestern Normalform. Das genügte gegen die in der 1. Hälfte entschlossen auftretenden Gastgeber nicht, um zu punkten.
  • Hervorzuheben ist, dass sich unser Team in der 2. Halbzeit nicht hängenließ, sondern versuchte, was an diesem Tag möglich war.